Acht Aktivitäten in New Orleans


Von Mike Welch

Fotos von Cheryl Gerber

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Oktober 2016

Mit seinen Jazzklängen, der köstlichen Küche und den fantastischen Stadtvierteln ist New Orleans ein Fest für alle Sinne. Der einheimische Autor Mike Welch zeigt uns die besten Seiten von "the Big Easy".

Auf Entdeckungstour im French Quarter

Es ist schlicht unmöglich, einen bestimmten Ort im French Quarter zu empfehlen, denn nirgendwo in der Welt kann man sich so schön per pedes treiben lassen. Viele beginnen ihre ganz ziellose Erkundung der Umgebung vom zentralen Jackson Square aus, auf dem rund um die berühmte St Louis Cathedral Künstler und Tarotkartenleser ihr Publikum suchen. Kaufen Sie eine Kleinigkeit in der Royal Street und genießen Sie traditionellen Jazz ohne Verstärker in der gemütlichen Preservation Hall (wenn Sie dort abends unterwegs sind). Oder lassen Sie sich einfach überraschen, wohin Ihre Füße Sie tragen, und entdecken Sie an jeder Ecke Neues.

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  • Jazz ohne Verstärker erleben in der Preservation Hall in New Orleans - ein Muss © John Elk III / Alamy

    Jazz bis zum Abwinken

    Seit ihrer Eröffnung im Juni 1961 haben bereits mehr als zwei Millionen Menschen die Preservation Hall besucht. Künstler wie Louis Armstrong oder Tom Waits haben an diesem historischen Ort 50 Jahre lang Musikliebhaber und Persönlichkeiten aus Politik und Film unterhalten.

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Versuchen Sie einen echten „Poor Boy“

Am 3. Juli 1929 forderte die Tageszeitung von New Orleans: „Zurück an die Arbeit!“, und rief nach dem Ende des Verkehrsstreiks in der Stadt – der auch die lebenswichtigen Straßenbahnen betraf. Doch der Streik dauerte so lange, dass die Besitzer von Mother's Restaurant auf der Willow Street begannen, leicht belegte Baguette-Sandwiches für all die „poor boys“ unter den streikenden Straßenbahnfahrern kostenlos zu verteilen. Heutzutage wird ein belegter „Po'Boy“ mit nichts weiter als Salat, Tomaten, Mayo und Fleisch oder Meeresfrüchten belegt. Mother’s prägte auch den Begriff „debris“ (letzter Rest), um die armselige Sauce des Roastbeef auf dem „Po'Boy“ zu beschreiben.

Der beste Blick auf die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von New Orleans bietet sich vom unbekanntesten Flussufer aus: Algiers Point

Mit dem Rad unterwegs

Will man durch das French Quarter mit dem Auto fahren oder gar dort parken, wird man nicht viel Freude daran haben, daher sollte man sich besser einen Drahtesel leihen. Das lohnt sich für den Besucher gleich doppelt. Mieten sie sich ein Fahrrad und radeln Sie durch das French Quarter und das Künstlerviertel Faubourg Marigny, vorbei an prächtigen Herrenhäusern an der Esplanade Avenue, und legen Sie an Friedhöfen oder anderen Sehenswürdigkeiten in dieser überraschend kompakten – und wunderbar flachen – Stadt einen Stopp ein.

  • Ein im Garten des New Orleans Museum of Art (NOMA) ausgestelltes Kunstobjekt

    Kunst gefällig?

    Als das NOMA im Dezember 1911 öffnete, hatte es ganze neun Ausstellungsobjekte zu bieten. Inzwischen beherbergt das Museum fast 40.000 Objekte, außerdem den Sydney and Walda Besthoff Sculpture Park, in dem mehr als 60 Skulpturen an Fußwegen, Lagunen und Bäumen zu bewundern sind.

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  • Genießen Sie die kulinarischen Klassiker des Südens, von „Po'boy“-Sandwiches bis hin zu frisch zubereitetem Gebäck mit Schinken und Sauce, im Mother's Restaurant.

    Probieren Sie es selbst aus...

    Mother's Restaurant ist täglich von 07.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet. Am Wochenende ist es besonders gut besucht, weshalb Sie mit Schlangen rechnen müssen –, oder Sie kommen Montags, Dienstags oder Mittwochs zur Mittagszeit, um schneller an die Reihe zu kommen.

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  • Bourbon Street im French Quarter bildet das Zentrum des Nachtlebens von New Orleans © Jeremy Woodhouse/Getty Images

    Wussten Sie schon ...

    Namensgeber der beliebten Straße in New Orleans war kein Whiskey. Vielmehr geht die Bezeichnugn auf die französische Dynastie der Bourbonen zurück, deren Könige das Land im 16. Jahrhundert regierten. Fliegen Sie von London nach New Orleans.

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Nachbarschaftserkundungen

Die Mid-City von New Orleans ist kein traditioneller Touristenmagnet, aber dennoch bietet dieses Viertel die gleiche aufregende Architektur wie der Garden District in Uptown und wirkt gleichzeitig gemütlich und vertraut. Versäumen Sie nicht, einen Abstecher zum City Park zu machen – auf über 500 Hektar Fläche finden Sie hübsche Cafés, Themenparkkarusselle und eine Reihe kleiner Seen – und er befindet sich gleich um die Ecke von dem ebenso schönen Kajakparadies, Bayou St. John. Nachdem Sie einen Tag in dieser Idylle verbracht haben, kehren Sie zurück zur Esplanade Avenue und schließen sich einer Führung zum ehemaligen Haus von Edgar Degas an, wonach Sie sich im Café Degas bei Getränken und köstlicher Küche stärken können.

Mit der Straßenbahn unterwegs

Gönnen Sie sich unbedingt eine Fahrt mit der St. Charles Avenue Straßenbahn: lassen Sie auf dem Weg vom Central Business District nach Audubon Park sowie in Richtung Uptown das meilenlange Panorama der quirligen Southern Street an sich vorüberziehen. Vor Kurzem wurde das Liniennetz um einige Strecken erweitert, darunter vom French Quarter die St. Claude Avenue hinab, wo sich das Faubourg Marigny-Viertel befindet. Unweit davon ist Ninth Ward, wo im Jahr 2005 der Damm brach. Hier können Sie sich einer geführten Tour durch die Nachbarschaft anschließen, die vom Hurrikan Katrina am verheerendsten getroffen wurde.

Achtung, Kunst!

Auf der Julia Street im Central Business District von New Orleans können Sie unzählige Stunden in unabhängigen Galerien verbringen und sich an moderner Kunst erfreuen. Am jeweils ersten Sonntag jedes Monats werden wunderbare Galerierundgänge (mit Barausschank) veranstaltet. Jeweils am zweiten Samstag jedes Monats bietet der St Claude Arts District ein ähnliches Erlebnis in einer experimentelleren Szene weiter weg vom Mainstream an.

Leinen los

Bei einer Flussfahrt über den Mississippi genießt man den besten Blick auf das French Quarter und viele andere berühmte Sehenswürdigkeiten von New Orleans. Die Fähre über den Fluss nach Algiers Point, eines der ältesten Viertel des Orleans Parish, kostet nur 2 USD. Die Folk Art Zone und das Blues Museum in Algiers Point sind bei Touristen noch wenig bekannt, und Sie genießen vielleicht das Privileg, als einziger Tourist zusammen mit Einheimischen der Musik in der Old Point Bar zu lauschen, wo die milde Brise des Flusses die feuchte Luft der Region erträglich macht.

Zeit für einen Museumsbesuch

New Orleans ist so reich an Museen, dass Sie Ihren ganzen Urlaub damit füllen könnten. Inmitten der prächtigen Eichen des City Park befindet sich das berühmte NOMA – oder auch das New Orleans Museum of Art. Das eindrucksvolle Contemporary Arts Center liegt im Central Business District, direkt gegenüber des Ogden Museum of Southern Art. Wissbegierige Urlauber finden sicher Gefallen an dem kleinen, außergewöhnlichen Backstreet Cultural Museum, das ganz der Kultur des Tremé (des ersten und ältesten afroamerikanischen Viertels) gewidmet ist, und können das House of Dance and Feathers erkunden, das die Paraden der Mardi Gras Indians, Social Aid and Pleasure Clubs und die Skull and Bone Gangs zelebriert.